Die Webseite für Bauherren, von Sachverständigen geschaffen.

Arbeitsgestaltung und Baubiologie

Webvisitenkarte von: Dr. Peter Rauch

Beschreibung des Büros:

Peter Rauch

Büroinhaber:

Peter Rauch Ph.D.

Büroanschrift:

Bucksdorffstraße 28 D-04519 Leipzig

Bundesland:

Freistaat Sachsen

So erreichen Sie mich:

Telefon:

0341-9015382

Fax:

0341-9015382

Funk:

(0176) 25544116

Email:

info@ib-rauch.de

Internet:

www.ib-rauch.de

Beruf:

Dipl.-Ing.oec. der Bauindustrie,
Ingenieurökonom der Chemischen Industrie (Diplombetriebswirt (FH)),
Ingenieur Technologie Chemie,
Baufacharbeiter

Mitglied der Kammer:

IHK-Leipzig

Verbandsmitglied:

Union Beratender Ingenieure U.B.I.-D.
Fachverband für Holzschutz und Holzbau Sachsen-Anhalt e.V.

Fachgebiet:

Sachverständiger für Holz- und Bautenschutz

Beschreibung des Büros:

Schwerpunkt bilden Beratungen, zum Beispiel Schimmelpilze, feuchte Keller, Dachgeschoss u.a. Die fachbezogenen Ergebnisse werden in Dokumentation oder eBücher angeboten. Ebenso werden fachliche Inhalte für Webseiten erstellt.

Interessenschwerpunkte:

Die Beratung umfasst schwerpunktmäßig das Gebiet der biologischen Bauschäden sowie deren baustofflichen und bauphysikalische Zusammenhänge.

Veröffentlichungen:

Ca.20 Fachaufsätze und Veröffentlichung in verschiedenen Fachzeitschriften, wie ARONIC, deutsche bauzeitung, bau-zeitung u.a. 2 Handbücher zu Schimmelpilze in Wohngebäuden und Dachgeschossausbau, Veröffentlichungen stehen kostenfrei unter www.ib-rauch.de/artikel/artik001.html zur Verfügung.

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Beispiel für Bauschäden, die vom Sachverständigen beurteilt wurden:

HolzbalkendeckeHolzschutztechnische Untersuchung an freigelegte Deckenbalken in einem Altbau

ThermografieThermografische Untersuchung von Deckenauflager wegen Schimmelpilzbildung.


Wenn Sie mehr wissen wollen ... rufen Sie mich bitte an.

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Frag Deinen Gutachter!

Sehr geehrte Bauherrin, sehr geehrter Bauherr,
auf dieser Seite haben Sie die Möglichkeit sich über die Kompetenz Ihres Sachverständigen zu informieren. Alle Informationen, die Sie auf dieser Seite finden, wurden durch den Sachverständigen persönlich zusammengestellt.
Über die angegebenen Kommunikationsmittel können Sie im direkten Gespräch mit dem Sachverständigen Ihre Bauangelegenheiten besprechen.
Er wird Ihnen sicher weiterhelfen können.


Technischer und merkantiler Minderwert
Allgemein

Der Minderwert kann sich sowohl bei sanierten oder auch bereits bei neuen Gebäuden ergeben bzw. er resultiert aus der Umgebung oder auch aus dem Baugrund.

Der Wert der baulichen Anlagen ergibt sich nach folgendem Schema:

§ 22 Herstellungswert der baulichen Anlage

abzüglich § 23 Wertminderung wegen Alter
abzüglich § 24 Wertminderung Baumängeln und Bauschäden
abzüglich § 25 Berücksichtigung sonstiger wertbeeinflussende Umstände
= Wert der baulichen Anlage § 21(1)

1. Die Wertminderung wegen Alter kann mathematisch-statistisch festgestellt werden.
Gebäude verlieren mit zunehmendem Alter gegenüber Neubauten an Wert. Die WertV`88 lässt hier ausdrücklich offen, welche Tabellen anzusetzen ist. Priorität soll das Marktverhalten haben. Diese Wertminderung ist nicht in erster Linie vom Alter abhängig sondern von der Restnutzungszeit.

2. Bei der Bewertung der Wertminderung wegen Baumängel und Bauschäden gibt es recht unterschiedliche Auffassungen. In der WertV 88 § 24 heißt es u.a.:
"Die Wertminderung soll sich nach Erfah-rungssätzen des Marktes richten oder auf der Grundlage der für die Beseitigung des Mangels oder des Schadens erforderlichen Kosten ermittelt werden. Das bedeutet, dass die Wertminderung nicht den für die Beseitigung des Mangels oder des Schadens aufzuwendenden Kosten entsprechen muss. Vielmehr soll diese nur einen Anhalt zur Bemessung der Wertminderung geben." [Kleiber/Simon/Weyer]
Brachmann vertritt:
"Der Wert eines Gebäudes wird gemindert, wenn Baumängel, die durch unsachgemäße Ausführung oder Bauschäden, die durch ungenügende Instandhaltung aufgetreten sind, festgestellt werden. Bei Gutachten sind stets die Kosten für die Beseitigung dieser Schäden abzusetzen, da sie keine normale Wertminderung durch Alter und Abnutzung darstellen." [Brachmann]


Baumängel entstehen bei der Herstellung des Gebäudes durch Planungsfehler oder durch unzweckmäßige oder unsachgemäß verarbeitete Baustoffe. Als Folge können zum Beispiel Schimmelpilzbildung, entstehen (Wärmebrücken, zu geringe sorptionsoffene Flächen, unzweckmäßige Lüftung usw.) Holzkonstruktionen einer höheren Feuchtebelastung ausgesetzt sein und so durch holzzerstörende Insekten oder Pilze geschädigt bzw. zerstört werden. Hier ist der Ansatz des Wertanteils des eingebauten Bauteils oder eines Ersatzstoffes als Wertminderung nicht getan.
Bauschäden entstehen nach der Fertigstellung des Gebäudes durch äußere Einwirkungen, wie Feuer, gewaltsame Zerstörung, durch unterlassene oder mangelhafte Instandhaltung. Die Kosten für alle Arbeiten, die zur Beseitigung eines Bauschadens erforderlich sind, sind vollständig zu ermitteln und in voller Höhe zu berücksichtigen. Es ist ein reparaturfreier Zustand zu erreichen.

3. Die Berücksichtigung sonstiger wertbeeinflussender Umstände (§ 25) beinhalten eine wirtschaftliche Überalterung, ein überdurchschnittlicher Erhaltungszustand und ein erhebliches Abweichen der tatsächlichen Nutzung. In der WertV1972 im Anstrich 3 wurde ein Zurückbleiben hinter den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Hier könnte man den merkantilen Minderwert mit gewissen Abstrichen zuordnen.

Auf die gesamte Problematik der Altlasten und deren Sanierung soll hier nicht eingegangen werden. Gerade in diesem Bereich können die Sanierungskosten ganz schnell über den eigentlichen Verkehrswert liegen und für den Eigentümer unter Berücksichtigung eines Vermögens unter Umständen zu einer unzumutbaren Belastung führen.

Peter Rauch
Auszug aus Vortrag 2001
www.ib-rauch.de/artikel/vortrag2.html

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Wie funktioniert die Diffusion und was versteht man darunter?

In Gasen und Flüssigkeiten sind die Moleküle beziehungsweise Ionen in ständiger, statistisch nicht gerichteter Wärmebewegung. Besteht in einem Gasgemisch oder in einer Lösung für eine Substanz ein Konzentrationsgefälle, so wird es durch diese Bewegung ausgeglichen, die dabei zu einer statistisch gerichteten Bewegung, zur Diffusion wird. Ein gelöster Stoff diffundiert entlang seinem eigenen Gefälle. Gasaustausch durch Bauteile findet in der Regel nur durch Diffusion statt. "Diffusion" nennt man die allmähliche Durchmischung verschiedener Gase (aber auch Flüssigkeiten und sogar Festkörper) ohne äußere Einwirkung, allein durch Molekularbewegung, bis die Verteilung der verschiedenen Moleküle überall gleich ist.
Die Diffusion ist ein Ausgleichsprozess, des unter Entropiezunahme zu einem weniger geordneten, also wahrscheinlicheren Zustand führt; sie findet demnach nach dem II. Hauptsatz der Thermodynamik zwangsläufig statt.

Der Widerstand, den ein Material der Diffusion von Wasserdampf oder anderen Gasen entgegenwirkt, hängt hauptsächlich von seinem Porengefüge ab; je mehr offene Poren, desto geringer der Widerstand. Der Porendurchmesser spielt für Wasserdampfmoleküle so gut wie keine Rolle, sie sind kleiner und leichter als fast alle anderen Luftmoleküle; Sauerstoffmoleküle haben zum Beispiel 60% mehr Masse und Kohlendioxidmoleküle fast dreimal soviel. Die Diffusionsgeschwindig-keit einer Substanz ist etwa umgekehrt proportional der Wurzel aus ihrer Molmasse M (Diffusionskoeffizient D~1/√W); größere Moleküle diffundieren also langsamer. Daher ist die Diffusionsgeschwindigkeit von Kohlendioxidmolekülen auch bereits in der Luft viel geringer als die von Wasserdampf, und so gibt es Bauteilschichten, die zwar die Diffusion von Kohlendioxid fast völlig absperren, der Wasserdampfdiffusion aber keinen allzu großen Widerstand entgegensetzen. Dies kann zum möglichen Schutz von Betonoberflächen genutzt werden, siehe hier Carbonatisierung. Die im Vergleich mit Wasserdampf, Sauerstoff oder Kohlendioxid meist riesigen Moleküle von "Wohngiften" können durch Diffusion erst recht nicht aus der Raumluft entfernt werden, wie das in einigen baubiologischen Schriften immer wieder mal zu lesen ist. Für sie bildet auch die diffusionsfähigste Wand ein praktisch unüberwindliches Hindernis.
Diffusionswiderstandswerte sind die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahlen und die daraus errechneten "diffusionsäquivalenten Luftschichtdicken" (sd-Wert). In Analogie zu diesen Werten, die nur die Diffusion von Wasserdampf durch ein Material beziehungsweise ein Bauteil betreffen, geben manche Baustoffkataloge vor allem bei Anstrichen und anderen Beschichtungen auch Widerstandswerte zur Kohlendioxiddiffusion an.
Ergänzung: Die durch Diffusion zurückgelegte Wegstrecke ist proportional zur Wurzel der Zeit; Verdopplung der Wegstrecke bedeutet bereits vierfachen Zeitbedarf.
Der Nachweis der inneren Kondensatbildung z.B. erfolgt immer noch nach dem Glaserschen Diffusionsschema (Nachweis der Gebrauchstauglichkeit von Bauteilen gemäß DIN 4108-3:2001-07), das aber weder die hygroskopische Auf- und Entladung noch die kapillare Entspannung des Kondensats berücksichtigt. Probleme bei der diffusionstechnischen Berechnung ergeben sich dann, wenn es sich bei praktischen Gegebenheiten nicht ausschließlich um Diffusionsprozesse handelt. Kapillare Wassertransporte die bei mehrschichtigem Wandaufbau bei bestimmten Baustoffen auftreten, entziehen sich einer Berechnung.
Mehr unter Dampfdiffusionswiderstandszahl

Quelle: Kur, Friedrich; Wohngifte, Handbuch für gesundes Bauen und Einrichtungen, 3. Aufl. Verlag Eichborn, 1993, S. 536
Libbert, Eike; Allgemeine Biologie, VEB Gustav Fischer Verlag Jena 1986, S. 153
Haupt, P.; Bauphysik 5/94, Stand Deut. Bücherei (ZB 75 909) 24-5
Peter Rauch 5/2005

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