|
|
Büroinhaber: |
Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher |
Büroanschrift: |
Institut für Betonbau (IfB) |
|
Bundesland: |
Freistaat Sachsen |
|
So erreichen Sie mich: |
Telefon: |
(0341) 3076 6267 |
Email: |
||
Internet: |
HTWK Leipzig, Lehrbereich Stahlbeton- und Spannbetonbau | |
Beruf: |
Bauingenieur |
|
Mitgliedschaften: |
Deutscher Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) |
|
Fachgebiet: |
Stahlbeton- und Spannbetonbau |
|
Tätigkeitsgebiete: |
- Standsicherheit von Bauwerken |
|
Veröffentlichungen: |
Wird zur Zeit überarbeitet: |
|
Sehr geehrte Bauherrin, sehr geehrter Bauherr,
auf dieser Seite haben Sie die Möglichkeit sich über die Kompetenz Ihres Sachverständigen zu informieren. Alle Informationen, die Sie auf dieser Seite finden, wurden durch den Sachverständigen, Herrn Prof. Holschemacher, persönlich zusammengestellt.
Über die angegebenen Kommunikationsmittel können Sie im direkten Gespräch mit dem Sachverständigen Ihre Bauangelegenheiten besprechen.
Er wird Ihnen sicher weiterhelfen können.
Baustoffe und Baustoffkennwerte
3.1 Beton
Beton ist ein künstlicher, steinartiger Baustoff, der aus Zement, Betonzuschlag und Wasser, sowie gegebenen-falls Betonzusatzstoffen und -mitteln hergestellt wird. Im allgemeinen ist die Kenntnis der Betondruckfestigkeit ausreichend, um die mechanische Beanspruchungsfähigkeit der Betone beurteilen zu können. Andere Festigkeits- und Formänderungskennwerte, wie etwa die Betonzugfestigkeit oder der Elastizitätsmodul können näherungsweise aus der Betondruckfestigkeit errechnet werden und sind nur in Sonderfällen durch Materialprüfungen zu bestimmen.
3.1.1 Betonfestigkeitsklassen

Unterschiede bezüglich:
– Prüfkörperform (siehe Bild 3.1)
– Prüfkörpergröße
– Lagerungsbedingungen der Prüfkörper und Prüfkörperalter
– Belastungsvorrichtung und Belastungsgeschwindigkeit
führen bei ansonsten gleichen Voraussetzungen zu voneinander abweichenden Messergebnissen bei Festigkeitsprüfungen.
Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, ist es daher erforderlich, die Prüfung von Baustoffen in Normen zu regeln, bzw. bei voneinander verschiedenen Prüfmethoden Umrechnungsfaktoren für die gemessenen Festigkeiten anzugeben. In den aktuellen Stahlbetonbaunormen wird dabei von der Zylinderdruckfestigkeit im Betonalter von 28 Tagen, gemessen am Zylinder mit Abmessungen von 150/300 mm ausgegangen. Davon abweichend, darf in Deutschland die Betondruckfestigkeit auch an Würfeln mit einer Kantenlänge von 150 mm geprüft werden. In DIN 1045-1 sind Normalbetone der Festigkeitsklassen C12/15 bis C100/115 und Leichtbetone der Festigkeitsklassen LC12/13 bis LC60/66 genormt. Die Bezeichnung C steht für Normalbeton, LC für Leichtbeton, die erste Ziffer gibt den charakteristischen Wert der Zylinderdruckfestigkeit, die zweite Ziffer den charakteristischen Wert der Würfeldruckfestigkeit an. Leichtbetone werden außerdem in insgesamt 6 unterschiedliche Rohdichteklassen D1,0 bis D2,0 eingeteilt.
Die wichtigsten Festigkeits- und Formänderungskennwerte von Normal- und Leichtbetonen sind in den Tabellen 3.1 und 3.2 angegeben. Betone der Festigkeitsklassen C12/15 und LC12/13 dürfen nur in unbewehrten Bauteilen bei vorwiegend ruhender Belastung Verwendung finden. Weiterhin ist bei der Betonauswahl die in DIN 1045-1 entsprechend der vorliegenden Umgebungsbedingungen vorgeschriebene Mindestbetonfestigkeitsklasse zu berücksichtigen.
Für die Druckfestigkeit des Betons wird im Rahmen der Nachweisführung von Betonbauteilen der charakteristische Wert der Zylinderdruckfestigkeit fck gegenüber der Würfeldruckfestigkeit fck,cube maßgebend; letztere stellt lediglich eine zusätzliche Möglichkeit für die Einstufung eines Betons in eine bestimmte Festigkeitsklasse dar.